Carsharing in Trier

4 Dez

Für alle, bei denen der Wocheneinkauf für den Fahrradgepäckträger zu groß und das

Portemonnaie für ein eigenes Auto zu klein ist, ist Carsharing die perfekte Lösung. Anstatt viel Geld in Anschaffung und Unterhalt eines eigenen Fahrzeugs zu stecken, zahlt man nur für die tatsächliche Nutzung eines Mietwagens. Wir haben die Carsharing-Anbieter in Trier verglichen.

Wie funktioniert Carsharing?

"Jona Hölderle" / www.jugendfotos.de

„Jona Hölderle“ / www.jugendfotos.de

Ganz einfach. Steht beispielsweise ein größerer Einkauf an, kann man sich auch Minuten vor dem Aufbruch via App oder Internetseite ein Auto an einer Mietstation reservieren. Als „Schlüssel“ erhält man eine Chipkarte, ähnlich dem Studiausweis, mit der man das Auto über ein Lesegerät an der Windschutzscheibe öffnen und schließen kann. Der eigentliche Zündschlüssel liegt im Auto bereit. Der Preis, der für die Nutzung des Autos zu zahlen ist, setzt sich aus der Mietzeit, die minutengenau abgerechnet wird und den gefahrenen Kilometern zusammen, die via GPS ermittelt werden. Benötigt man das Auto nicht mehr, kann man es einfach wieder an der Station abgeben. Weitere Kosten für Benzin, Unterhalt etc. entstehen nicht.

Zur Zeit gibt es in Trier zwei Firmen, die Autos zur Kurzmiete anbieten. Wir haben das Angebot der beiden Anbieter verglichen. Da die Fuhrparks der beiden Firmen sich sehr gleichen, haben wir uns auf die Tarife konzentriert.

Flinkster

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn ist seit März 2012 in Trier vertreten und startete hier auch „Flinkster-Campus“, ein vergünstigtes Tarifsystem für Studenten. Deutschlandweit werden von Flinkster insgesamt 800 Mietstationen in 140 Städten betrieben. In Trier gibt es insgesamt drei Stationen am Hauptbahnhof, auf dem Irminen-Freihof und in der Loebstraße. Wer ein Auto mieten möchte, kann im Studententarif aus drei verschiedenen Größenkategorien (Mini, Klein, Kompakt) wählen, im Normaltarif gibt es zudem Kompaktwagen und Transporter. Die Stundenpauschale im Studententarif beträgt 1€ für kleine (z.B:Smart) und 2€ für größere Fahrzeuge (z.B. Opel Astra). Jeder gefahrene Kilometer schlägt zusätzlich mit 0,20€ zu Buche. Für ganze Tages- und Wochenendmieten gibt es vergünstigte Pauschaltarife. Für die Nutzung von Fahrzeugen in fremden Städten entstehen keine weiteren Kosten. Auf Fahrzeuge, die nicht im Studenten-Tarif enthalten sind erhalten Campus-Fahrer einen Rabatt von 10%. Für die Anmeldung bei Flinkster fallen für Studenten keine Gebühren an.

Eine zweistündige Einkaufstour, bei der man mit einem kleinen Auto 12 Kilometer zwischen Station, Supermarkt und Wohnung zurücklegt, würde 6,40€ kosten.

Stadtmobil

Die Autos der Firma, die in Deutschland in über 100 Städten bereits 1000 Mietstationen betreibt, sind seit August 2014 in Kooperation mit den Stadtwerken auch auf Triers Straßen zu sichten. Die stadtmobil-Stationen befinden sich im Hauptmarkt- und Ostalleeparkhaus sowie an der Tufa. Angeboten werden insgesamt drei Fahrzeugkategorien (Mini, Klein, Mittel). Die Stundenpauschale beträgt 1,50 für die Mini-Kategorie, die höheren Klassen schlagen mit je 0,50€ Aufpreis pro Stunde zu Buche. Zwsichen 0 und 7 Uhr kostet jede Fahrzeugklasse, unabhängig von der Größe, 0,50€/h. Wochenend- und Tagespauschalen werden ebenfalls angeboten. Die Kilometerpauschalen variieren ebenfalls nach Fahrzeuggröße von 0,21€/km bis 0,26€/km. Teuer wird es bei stadtmobil trotz Studentenrabatt bei der Anmeldung. Die Aufnahmegebühr bei stadtmobil beträgt einmalig 30€ (Nicht-Studenten: 60€), eine Kaution von 200€ (400€) muss ebenfalls hinterlegt werden. Jeden Monat muss zudem ein nutzungsunabhängiger Teilnahmebeitrag von 5€ (7€) entrichtet werden. Auf die Nutzung von Fahrzeugen in fremden Städten fällt pro Anmietung eine zusätzliche Gebühr von 1€ an.

Die zweistündige Einkaufstour über 12 km würde bei Stadtmobil mit der kleinsten Fahrzeugkategorie 5,52€ kosten. Der Teilnahmebeitrag ist hier allerdings noch nicht mit einbezogen. Angenommen, dass vier mal pro Monat ein Fahrzeug angemietet wird, würde die Fahrt zum Supermarkt inklusive Teilnahmebeitrag 6,77 € kosten.

Fazit

Sowohl stadtmobil als auch Flinkster bieten ein deutschlandweites Stationennetz und Stationen an attraktiven Standpunkten in Trier, auch von den Mietkosten halten sich beide Unternehmen die Waage. Der günstige Nachttarif und die größere Anzahl von Mietstationen in Deutschland sind Pluspunkte für stadtmobil. Für Flinkster spricht neben den geringeren Gebühren auch die Möglichkeit größere Fahrzeuge wie z.B. Transporter anmieten zu können. Bevor man sich für einen der beiden Anbieter entscheidet, sollte man sich auf jeden Fall Gedanken machen, wie oft und wofür man ein Auto (wirklich) braucht und die Tarife und Konditionen genau im Internet vergleichen.

Mehr Informationen gibt es unter flinkster.de und stadtmobil.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *