4 Millionen Euro für Ausbildung und Forschung in Algorithmischer Optimierung – Die Uni hat einen neues Graduiertenkolleg

9 Nov
Foto: Jennifer Wiesbeck

Foto: Jennifer Wiesbeck

Immer leistungsfähigere Computer verarbeiten zunehmend komplexe mathematische Modelle  und produzieren wachsende Datenvolumen. Um die dabei entstehenden Informationsmengen bearbeiten und interpretieren zu können, sind immer fortschrittlichere Algorithmen erforderlich. Darauf konzentriert sich das Graduiertenkolleg Algorithmische Optimierung (ALOP) an der Universität Trier, das nun die Förderzusage der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten hat. Das Ausbildungs- und Forschungsprogramm wird insgesamt 20 Doktoranden aufnehmen und erhält für die Laufzeit von April 2016 bis September 2020 Fördermittel in Höhe von rund 4 Millionen Euro.

„Die Mathematik unterstreicht mit diesem Graduiertenkolleg, dass sie die gute Tradition der Graduiertenförderung auf hohem Niveau fortführen kann. Für das Fach freut es mich sehr, weil es eine wirklich kollegiale Leistung darstellt. Das Graduiertenkolleg wird ein wichtiges Element der Nachwuchsförderung der Universität Trier sein. Das Projekt kommt zur rechten Zeit, stärkt unseren Forschungsstandort und wird schon bald auf sich aufmerksam machen“, freut sich Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel.

Mathematische Optimierung ist in vielen Bereichen – Wirtschaft, Wissenschaft, Industrie, Politikunterstützung und Verwaltung – von hoher Relevanz. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Experten auf dem Gebiet der Algorithmischen Optimierung (ALOP) in Forschung und Entwicklung. Die Abteilung Mathematik der Universität Trier legt seit Jahren einen Forschungsschwerpunkt auf die Algorithmische Optimierung, der sämtliche Facetten umfasst. In diesem Schwerpunkt arbeiten die Mathematiker mit Wissenschaftlern aus der Volkswirtschaftslehre zusammen. In den Wirtschaftswissenschaften besteht beispielsweise in der Wirtschafts- und Sozialstatistik ein hoher Bedarf an mathematisch fundierten Optimierungsalgorithmen. Dieses Umfeld bietet hervorragende Voraussetzungen für ein hochrangiges Forschungs- und Ausbildungsprogramm für die Doktoranden im Graduiertenkolleg ALOP.

 

„Das Gebiet der mathematischen Optimierung ist heute in mehrere separate Teildisziplinen aufgegliedert, die auf bestimmte Anwendungsaspekte fokussieren. Die Universität Trier ist in der glücklichen Lage, Experten aus allen diesen Disziplinen in der Abteilung Mathematik vor Ort zu haben. Da in allen konkreten Anwendungen immer mehrere dieser Sichtweisen gleichzeitig gefragt sind, wollen wir in unserem Graduiertenkolleg in Doktorandenausbildung und Forschung mit einer ganzheitlichen Sicht auf die mathematische Optimierung dieses große Synergiepotential ausschöpfen mit einem besonderen Augenmerk auf die Anwendungsgebiete large and big data und volkswirtschaftliche Gleichgewichtsmodelle“, erläutert der Sprecher des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Volker Schulz.

Alle Promovenden werden von zwei Betreuern mit einem komplementären wissenschaftlichen Hintergrund sowie einem Mentor begleitet. Organisatorisch wird das Graduiertenkolleg in das Graduiertenzentrum der Universität Trier und im Bereich Forschung in das Netzwerk des Trier Centre of Sustainable Systems (TriCSS) eingebunden.

Mit Material der Pressestelle der Universität Trier

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