Die Gefahr aus der Tiefe

20 Mai

von Nelly Bubenheim

Nein, es geht nicht um Fracking, sondern um unsere Universität.

Waren Sie diese Woche in der Mensa oder im Audimax? Irgendwas bemerkt? Nein? Das geht uns allen so. Bis auf die Landesbaubehörde und die Baukommision der Uni, die schon seit längerem wissen: der große Bereich zwischen C-Gebäude, V-Gebäude, Mensa und Bibliothek (die so genannte „Forumsplatte“) muss saniert werden. Und um das klarzustellen: Es geht hier nicht um die vielen losen Pflastersteine, sondern die gesamte Stahlbetonplatte darunter muss erneuert werden! Das wissen die nicht erst seit diesem Jahr, aber jetzt steht endlich die Finanzierung dafür. Hinterher soll alles moderner, hübscher und barrierefrei sein – die blöden Pflastersteine sind also doch mitschuldig.

Es wird in Abschnitten gebaut werden, der Plan wird noch bekannt gegeben. Nun zuerst eine gute Nachricht: die Kurse im Audimax werden nicht ausfallen und die kulinarischen Genüsse der Mensa bleiben uns ebenfalls erhalten. Die schlechte Nachricht: für über ein Jahr werden wir eine Großbaustelle im Herzen unserer Uni haben, mit allen einhergehenden Unannehmlichkeiten (Lärm, Dreck, Fahrzeuge, die erwähnten Sperrungen). Die Uni-Leitung empfiehlt uns, die ganze Sache als „Herausforderung“ zu sehen. Das erinnert sehr an die zynische Rhetorik aus der Personenbeförderung („wir danken für Ihr Verständnis“ …). Aus studentischer Sicht fallen mir eher die Worte „notwendiges Übel“ ein. In einem sind wir uns dann wieder einig: es muss gemacht werden. Nörgeln hat noch nie etwas beschleunigt. Alle, die schon länger an der Uni Trier sind, wissen: wir haben schon ganz andere Sachen mitgemacht. Und vielleicht haben wir ja hinterher wirklich einen richtig schönen Mensa-Vorplatz.

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