Politik zum Nachtisch – Malu Dreyer, SPD

14 Jan

Im Rahmen der Veranstaltung „zum Nachtisch Politik“ lädt die Evangelische Studentinnen- und Studentengemeinde (ESG) seit 2009 Politiker zu Fragerunden mit Studierenden in die Universität ein. Die teilnehmenden Politiker haben 10 Minuten Zeit um sich selbst vorzustellen und drei Leitfragen zu beantworten, bevor sie sich den Fragen der Studierenden stellen müssen. Versüßt werden die halbstündigen Fragerunden durch Süßspeisen, die vom Studiwerk serviert werden. 

Am 14. November stellte sich Malu Dreyer den Fragen der Studierenden. Die SPD-Politikerin ist nicht nur Ministerpräsidentin, sondern besetzt auch den ersten Listenplatz ihrer Partei im Wahlkreis 25 Trier. Die aus Neustadt an der Weinstraße stammende Wahl-Triererin hat sich in ihrem Leben vorgenommen, einen Beruf, der ihr keine Freude macht, nicht länger als ein Jahr auszuüben. Der Beruf der Ministerpräsidentin sei jedoch der schönste der Welt, erzählt die studierte Juristin. Sie sehe es als Privileg an, auch in diesen politisch unruhigen Zeiten an der Zukunft des Landes Rheinland-Pfalz aktiv mitgestalten zu können. Ihre Partei stehe für Offenheit und Toleranz allen Menschen gegenüber. Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise spricht sich Malu Dreyer entschieden gegen eine Schließung der Grenzen aus. Ein Land mit geschlossenen Grenzen sei eine Wüste, ein Land mit Grenzzäunen ein Gefängnis für seine Bürger, argumentierte die Sozialdemokratin. Sie spricht sich für einen toleranten, humanen Ansatz bei der Integration der Geflüchteten und einen entschiedenen Kampf gegen den Landtagseinzug rechter Parteien wie der AfD aus.

Malu Dreyer beim gemeinsamen Obstsalat mit Studierenden

Malu Dreyer beim gemeinsamen Obstsalat mit Studierenden

 

Für eine Zukunft für Rheinland-Pfalz ist für Malu Dreyer auch der Aspekt der Sicherheit wichtig. Sicherheit in allen Lebenslagen wird nach ihrer Meinung jedoch nicht nur durch eine starke, gut ausgerüstete Polizei garantiert, sondern auch durch Chancengleichheit und berufliche Perspektiven für alle Bürger. Dafür habe die SPD in den letzten 20 Jahren in Rheinland-Pfalz Sorge getragen und das Land nicht nur zu einem attraktiven Hochschulstandort ausgebaut, sondern auch für die Chancengleichheit Sorge getragen. Im Gegensatz zu anderen Ländern sei nie an die Erhebung von Studiengebühren gedacht worden. Zudem garantiere Rheinland-Pfalz als einziges Bundesland überhaupt kostenfreie KiTa-Plätze, damit Eltern die Ausübung ihres Berufes ohne finanzielle Belastungen ermöglicht wird.

Durch eine Verbesserung der Grundausstattung der Universitäten und Hochschulen möchte Malu Dreyer Rheinland-Pfalz als Hochschulstandort stärken. Außerdem sollen die Hochschulabsolventen durch weitere attraktive Angebote für Familien und Verbesserungen der Infrastruktur zum Bleiben motiviert werden.

Artikel: Raphael Zingen

 

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