Endlich auch in Trier verfügbar: Ein Coworking Space

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Blog, Trier

Eine gute Idee, Eigeninitiative und ein Arbeitsplatz. Das sind drei gute Zutaten, um sich die eigene Existenz aufzubauen. Wer nicht am heimischen Küchentisch arbeiten möchte, für den eignen sich Coworking-Spaces als Arbeitsplatz. Nun gibt es auch endlich in Trier ein Shared Office für Gründer und alle die, die es werden möchten.

Wie die Bezeichnung bereits ausdrückt, sind Coworking-Spaces Räume, in denen gemeinsam zu gearbeitet wird. Mittlerweile hat sich diese Form des geteilten Büros europaweit in den unterschiedlichsten Formen etabliert. Der Grundgedanke hinter den Coworking-Spaces hierbei immer gleich: Ein Anbieter stellt verschiedene Arbeitsplätze zur Verfügung, die über unterschiedliche Zeiträume von der Tages- bis hin zur Jahresrate vermietet werden. Die Art der Arbeitsplätze variiert dabei von einem Platz an einem großen Tisch, über eigenen Schreibtische bis hin zu eigenen, abschließbaren Büros. Inkludiert ist meistens auch eine Kaffeeflatrate. Neben dem für Studierende und Gründer überlebenswichtigen schwarzen Gebräu werden meistens auch noch optionale Zusatzleistungen angeboten wie zum Beispiel Konferenz- und Veranstaltungsräume sowie eine eigene Postadresse.

Von einer reinen Bürogemeinschaft unterscheiden sich Coworking-Spaces, indem sie die dort arbeitenden Personen zum Austausch untereinander motivieren und gegenseitig helfen. Sei es bei einem gemeinsamen Kaffee vor der Tür oder beim gemeinsamen Zubereiten des Mittagessens: Probleme mit der IT oder Ratschläge zur Kundenakquise lassen sich am heimischen Küchentisch nicht so schnell austauschen. Die meisten Coworking-Spaces bieten auch weiterführende Angebote wie zum Beispiel Coaching und Beratung für Existenzgründer und gemeinsame Sportkurse.

Durch das große Angebot an Aktivitäten, Netzwerkmöglichkeiten und die variablen Mietzeiten eigenen sich Coworking-Spaces so für Existenzgründer, jene, die nur für ein Projekt in einer Stadt sind und für die Zeit einen Arbeitsplatz benötigen, aber auch für Studierende, die ihre Abschlussarbeit schreiben möchten und die Bibliothek der Uni oder Hochschule nicht mehr sehen können.

Während es in fast jeder Stadt Coworking-Spaces gibt, in Luxemburg gibt es mittlerweile sogar die Möglichkeit, am Flughafen einen Arbeitsplatz für kurze Zeit zu mieten, sah es in Trier in Sachen Coworking lange Zeit düster aus. Warum, ist nicht genau zu klären. Trotz einer langsam aufblühenden Gründerszene gab es in der alten Römerstadt lange keine attraktiven und unkomplizierten Coworking-Angebote.

Das hat sich nun auf einen Schlag eindrucksvoll geändert. Dank einer privaten Initiative gibt es nun im Bobinet-Quartier in Trier-West einen Coworking-Space für die Stadt, der es aus vielerlei Perspektiven in sich hat. Die Fläche, die auf dem ehemaligen Fabrikgelände umgebaut wurde, sollte eher als Coworking-Loft bezeichnet werden und bietet neben den klassischen Arbeitsplätzen noch ein Veranstaltungszentrum, das auch für Meetings genutzt werden kann. Darüber hinaus werden auch noch Boarding-Apartments angeboten, eigene, vollausgestattete Wohnungen, die über kurze Zeit wie ein Hotelzimmer gemietet werden können.

Beim Betreten des „place2be“, wie der Coworking-Space in den Bobinet-Höfen heißt, kommt man als erstes in die Mixed-Zone, die günstigste Mietoption. Hier laden mehrere große Tische zum gemeinsamen Arbeiten ein. Im Hintergrund befindet sich eine Küchenzeile, ein Drucker sowie ein Plotter. Die Nutzung von allen Gerätschaften ist nach der üblichen Fair-Use-Policy in der Miete inkludiert. Das ist insbesondere für den Plotter eine Besonderheit am Trierer Coworking-Space. Wer sich im Sommer nach der Sonne sehnt, kann seinen Arbeitsplatz auch die Terrasse des Loft verlagern. Über eine Betontreppe gelangt man in den zweiten Stock, indem die Schreibtische zur Einzelmiete aufgestellt sind. Dort befindet sich auch ein geschlossenes Büro sowie ein Konferenzraum.

Ein weiteres Highlight sind die Boarding-Apartments, in die man sich über längere Zeit einmieten kann, falls man in den Bobinet-Höfen nicht nur arbeiten, sondern auch leben möchte. Wie der Rest des Coworking-Spaces sind die Lofts sie architektonisch äußerst ansprechend und puristisch gestaltet. In den Küchen gibt es jeweils einen Gasherd mit sechs Flammen, die nur zu nach einer ausgelassenen Kochorgie schreien. Spannend ist auch das Konzept der offenen Bäder, die sich in den oberen Etagen befinden, großzügige Badewannen inklusive.

Auch das Außengelände des „place2be“ ist hervorragend angelegt. So gibt es nicht nur die bereits erwähnte Terrasse, sondern auch eine gute Anbindung an den Trierer ÖPNV und vor allem ausreichende Parkflächen direkt vor der Tür, ein Angebot, das es nur von wenigen Coworking-Spaces gibt.

Da es mit Arbeiten und Wohnen aber noch nicht getan ist, bietet der „place2be“ auch ein breit gefächertes Beratungs- und Coaching-Angebot, das auch die Möglichkeit umfasst, einen eigenen Briefkasten am Coworking-Space zu bekommen und ihn zum offiziellen Sitz der eigenen, neu gegründeten Firma zu machen. In Kürze wird es auch eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit weiteren Partnern aus der Trierer Startup-Szene geben, über die wir in den nächsten Ausgaben der „Neuen Universal“ auch informieren werden.

Gebucht werden können die Plätze im Coworking-Space ganz unkompliziert via E-Mail und Telefon. Weiterführende Informationen zu anstehenden Veranstaltungen, der Reservierung des Veranstaltungszentrums und der Boarding-Apartments gibt es unter coworking-trier.eu.

Das „place2be“ ist ein großer Gewinn für die Startup-Szene aus Trier und Luxemburg, der jetzt nur noch von den vielen kreativen Köpfen der Region gestaltet werden muss. Ein Blick in die Hallen an den Bobinet-Höfen in Trier wird sich in den kommenden Monaten und Jahren also immer wieder lohnen.

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