Nie wieder abtippen?

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Blog, Campus

Zu den eher lästigen Aufgaben beim Schreiben von Aufsätzen und Hausarbeiten gehört das Abtippen von längeren Zitaten und Literaturangaben. Der Scanmarker Air, eine Art digitaler Textmarker, verspricht hier Abhilfe. Wir haben das Gerät für Euch getestet. 

Wer kennt das nicht? Die Abgabefrist für die Hausarbeit naht, man ist in einem schönen Schreibfluss und muss ein längeres Zitat in die Arbeit oder die Literaturangaben eines Buches in die Zitatdatenbank übernehmen. Das bedeutet darauf zu achten, keinen Fehler zu machen und in diesem Prozess immer wieder zwischen Papier und Bildschirm hin und her zu blicken. Das war es dann mit dem Schreibfluss.

Aber es gibt mittlerweile kaum noch ein analoges Problem, für das es keine digitale Lösung gibt. Der Scanmarker, eine Art digitaler Textmarker, soll denen helfen, die des händischen Abtippens müde sind. Das Gerät ist ähnlich geformt wie sein analoger Bruder, nur etwas größer. Und anstatt eines Filzschwämmchens befindet sich an der Spitze des Scanmarkers ein durchsichtiger Abstandshalter, der, sobald er auf Papier trifft, eine Kamera aktiviert, die den Text vom Papier abließt.

Nach dem Auspacken muss der Scanmarker erst einmal mit dem beiliegenden USB-Kabel aufgeladen werden. Zudem muss die rund 1 GB große Softwaresuite aus dem Internet geladen und installiert werden. Alternativ zu der PC-Software gibt es auch Apps für Android und iOS. 

Ist der Scanmarker Air aufgeladen, wird er durch das Tippen der Spitze auf eine Oberfläche eingeschaltet. Insgesamt drei LEDs leuchten auf. Zwei LEDs an der Seite des Scanmarkers zeigen an, dass der Bluetoothsender aktiviert und der Akku ausreichend geladen ist. Zudem leuchtet beim Aufdrücken auf das Papier eine stärkere LED am unteren Ende des Markers auf, die den zu scannenden Text für die Kamera ausleuchtet. Kurz nach dem Einschalten baut der Scanmarker Air, der über keine zusätzlichen Knöpfe verfügt, automatisch eine Verbindung zum Computer auf. Sollte dieser über keinen Bluetooth-Empfänger verfügen, liegt dem Scanmarker Air ein winziger Bluetooth Receiver mit USB-Anschluss bei. 

Beim erstmaligen Verwenden des Scanmarker Air führt die Software den Benutzer durch ein Tutorial, in dem die korrekte Haltung des digitalen Stiftes geübt wird. Damit der Text gut eingelesen werden kann, muss der Marker sehr gerade darüber platziert werden. Dies ist für die ersten zwei, drei Versuche ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber nach fünf Minuten Übung kein Problem mehr. Nach einigen Versuchen mit verschiedenen Büchern, Zeitschriften, Magazinen und Zeitungen stellt sich heraus, dass der Scanmarker wirklich funktioniert und alle gängigen Schriftarten, die für gedruckte Fließtexte verwendet werden, zuverlässig und mit einer verschwindend geringen Fehlerrate mit einer kleinen Verzögerung in digitalen Text umwandelt. Auch bei Texten mit geringen Zeilenabständen kommen beim Scanvorgang keine Probleme auf.

Der Clou an dem Stift ist, dass der Text nicht in einem gesonderten Textfeld der Software gespeichert wird, sondern direkt dort erscheint, wo man ihn haben möchte. Zum Beispiel in einem Word-Dokument oder der Eingabemaske eines Online-Dokuments. Die Textscans können aber auch an anderen Orten verwendet werden, zum Beispiel, wenn lange Nummern wie IBANs oder Rechnungsnummern für das Onlinebanking in den Browser eingelesen werden müssen. 

Der Akku des Scanmarker Air erweist sich bei dem Test als äußerst langlebig. Sollte er einmal leer sein und der Stift trotzdem gebraucht werden, ist das kein Problem, da er auch mit eingestecktem Ladekabel verwendet werden kann, ohne dass es zu Einschränkungen kommt. 

Preislich liegt der Scanmarker Air bei einer UVP von 100€, eine kabelgebundene Variante gibt es für 69€. Der Scanmarker Air kann das studentische Leben beim Schreiben von Hausarbeiten und anderen Aufgaben, bei denen längere Text- oder Zahlensegmente von dem analogen auf das digitale Papier gebracht werden müssen, also um einges erleichtern. Am überraschensten ist die schiere Zuverlässigkeit, mit welcher der Scanmarker gedruckte Texte fehlerfrei umwandelt. 

Zur endgültigen Perfektion bräuchte der Stift allerdings noch eine Zeitumkehrfunktion, mit der sich die Abgabefristen von Hausarbeiten verlängern lassen. Aber mal vielleicht fällt den Entwicklern auf dem Gebiet vielleicht auch noch was ein.

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