Universität der Großregion wird zur Institution – Partneruniversitäten gründen eingetragenen Verein

25 Nov
(V.l.n.r.): Prof. Dr. Pierre Mutzenhardt (Präsident der Universität Lothringen), Prof. Dr. Helmut Schmidt (Präsident der Technischen Universität Kaiserslautern), Prof. Dr. Eric Pirard (in Vertretung von Prof. Dr. Albert Corhay, Präsident der Universität Lüttich), Prof. Dr.-Ing. Lucienne Blessing (Interimsdirektorin der Zentralen Ge-schäftsstelle der UniGR), Prof. Dr. Rainer Klump (Präsident der Universität Luxemburg), Prof. Dr. Michael Jäckel (Präsident der Universität Trier), Prof. Dr. Volker Linneweber (Präsident der Universität des Saarlandes) Foto: Michel Brumat

(V.l.n.r.): Prof. Dr. Pierre Mutzenhardt (Präsident der Universität Lothringen), Prof. Dr. Helmut Schmidt (Präsident der Technischen Universität Kaiserslautern), Prof. Dr. Eric Pirard (in Vertretung von Prof. Dr. Albert Corhay, Präsident der Universität Lüttich), Prof. Dr.-Ing. Lucienne Blessing (Interimsdirektorin der Zentralen Ge-schäftsstelle der UniGR), Prof. Dr. Rainer Klump (Präsident der Universität Luxemburg), Prof. Dr. Michael Jäckel (Präsident der Universität Trier), Prof. Dr. Volker Linneweber (Präsident der Universität des Saarlandes) Foto: Michel Brumat

Studieren und forschen in vier Ländern zugleich, ohne bürokratische Hürden und so die Großregion als gemeinsamen Wissenschafts-, Wirtschafts- und Lebensraum weiter voranbringen – das ist das Ziel der Universität der Großregion. Bisher lief die Zusammenarbeit der sechs Partneruniversitäten in
einem lockeren Verbund. Jetzt haben die Präsidenten der beteiligten Hochschulen einen Verein gegründet. Mit der Unterzeichnung der Satzung nach luxemburgischen Recht fungiert die Universität der Großregion künftig als
„UniGR a.s.b.l.“

Auf der Gründungsversammlung hat der Verein einen Vorstand gewählt. Präsident des Verwaltungsrates ist Prof. Dr. Pierre Mutzenhardt, sein Vize ist Prof. Dr. Michael Jäckel. Nun sucht der Verein einen Geschäftsführer für die Zentrale Geschäftsstelle der UniGR a.s.b.l.

Mit der neuen Rechtsform bekommt der Hochschulverbund die Möglichkeiten, seine nunmehr im Alltag der Universitäten verankerten Aktivitäten weiterzuverfolgen und gleichzeitig neue Projekte zu entwickeln, gemeinsam auf Ausschreibungen zu antworten, seiner Kommunikation innerhalb der Großregion und über deren Grenzen hinaus mehr Dynamik zu verleihen und aktiv zur Schaffung eines gemeinsamen Hochschulraums innerhalb des politischen Raums „Großregion“ beizutragen. Mit ihrer Unterschrift sind die Präsidenten und Rektoren diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen.

Die Universität der Großregion

Geographisch liegen die Universitäten Kaiserslautern, Lothringen, Lüttich, Luxemburg, Trier und des Saarlandes nicht weit voneinander entfernt. Jede der Partneruniversitäten lässt sich in einer Tagestour erreichen. Noch vor ein paar Jahren trennten die Hochschulen jedoch hohe bürokratische Hürden, die Stück für Stück überwunden werden. Wenn sich heute Studentinnen und Studenten an einer der Partneruniversitäten des Projekts „Universität der Großregion“ (UniGR) einschreiben, profitieren sie kostenlos auch von den anderen. Dank des UniGR-Studierendenstatus können sie jenseits der Ländergrenzen Lehrveranstaltungen besuchen, Prüfungen ablegen, kostenlos Bücher ausleihen und in den Mensen zu reduzierten Preisen essen. Dadurch sammeln die Studenten in ihrem Studienalltag interkulturelle Erfahrungen und lernen die unterschiedlichen Lehrmethoden der Partneruniversitäten in den Nachbarländern kennen. Damit das Pendeln zwischen den Universitäten in den vier Ländern nicht an finanziellen Hürden scheitert, wurde der UniGR-Mobilitätsfonds eingerichtet. Die Universitäten in Lüttich, Lothringen und Luxemburg sowie die Saar-Uni wollen damit ihre mobilen Studenten und Doktoranden durch Fahrtkostenzuschüsse finanziell entlasten. Gefördert werden Studien- und Forschungsaufenthalte an den Partneruniversitäten wie zum Beispiel der Besuch von Lehrveranstaltungen und Konferenzen.

Als Vorbereitung auf ein internationales Studium können alle Interessierten in der Großregion mit einem Mausklick im umfangreichen Studienangebot der Partneruniversitäten recherchieren. Seit Ende 2011 ist die Datenbank auf den Webseiten der Universität der Großregion frei geschaltet. Dort kann sich jeder über die Studiengänge der einzelnen Universitäten informieren. Auch Dozenten und Forschern hilft die Datenbank bei der Suche nach möglichen Kooperationspartnern. Die Vernetzung der Wissenschaftler in der Großregion ist ein weiterer, zentraler Punkt der UniGR a.s.b.l.. Schwerpunktmäßig findet diese in den drei UniGR-Leuchtturmbereichen Border Studies, Biomedizin und Materialwissenschaft und Ressourceneffizienz statt. Neben zahlreichen Projekten, in deren Rahmen zum Beispiel grenzüberschreitende Blockseminare und Konferenzen veranstaltet werden, besuchen Gastwissenschaftler der einen Universität auch die Partneruniversitäten. Weitere Einzelveranstaltungen, Seminar- und Vorlesungsreihen sowie Masterprogramme sind in Planung.

Material der Pressestelle der Universität Trier

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