Zum Nachtisch Politik – Kathrin Meß, DIE LINKE

27 Jan

Im Rahmen der Veranstaltung „Zum Nachtisch Politik“ lädt die Evangelische Studentinnen- und Studentengemeinde (ESG) seit 2009 Politiker zu Fragerunden mit Studierenden in die Universität ein. Die teilnehmenden Politiker haben 10 Minuten Zeit um sich selbst vorzustellen und drei Leitfragen zu beantworten, bevor sie sich den Fragen der Studierenden stellen müssen. Versüßt werden die halbstündigen Fragerunden durch Süßspeisen, die vom Studiwerk serviert werden. 

Zum Abschluss der Diskussionen zu der Landtagswahl wurden die Studierenden von Kathrin Meß besucht. Die promovierte Historikerin möchte für Die Linke in den Landtag einziehen. Nach ihrem Studium an der Humboldt-Universität in Berlin zog Kathrin Meß vor acht Jahren nach Trier und nahm einen Lehrauftrag an der Universität Luxemburg an. Zudem war sie bereits Kuratorin von acht Ausstellungen, die sich wie auch ihre Dissertation mit den Verbrechen des NS-Regimes beschäftigten.

Kathrin MeßDurch ihre Lehrtätigkeit und ihr Studium in dem sie auch ein Kind bekam, ist die Historikerin und Germanistin besonders gut über die Situation an deutschen Hochschulen und die Förderung von Studierenden im Bild. Sie vertritt die Meinung, dass der gesamte Lehrapparat eine weitaus bessere finanzielle Ausstattung verfügen muss. So sei der Betreuungsschlüssel von Studierenden oftmals viel zu hoch, da sich oft ein Dozent um 100 werdende Akademiker kümmern muss. Man merke das vor allem daran, dass viele Studierende noch einen viel besseren Schreibstil und bessere Fähigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten entwickeln müssten. Da Kathrin Meß im Studium Mutter wurde, erfuhr sie auch direkt, wie wichtig eine Unterstützung junger studentischer Familien ist. So müsse neben finanziellen Hilfen auch eine gute Betreuung des Nachwuchses an den Universitäten garantiert werden.

Aber auch die Beschäftigungssituation der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern liegt der Linken-Politikerin besonders am Herzen. Diese Stellen seien oft nicht nur durch eine extreme Befristung beschränkt, sondern auch häufig sehr prekär, manchmal auch gar nicht bezahlt. Es dürfe nicht sein, dass Dozenten über weniger finanzielle Mittel als ihre Studenten verfügen und neben der Arbeit an der Universität noch einen Nebenjob benötigen.

Neben der Hochschulpolitik und einer besseren Situation für Studierende und Lehrende möchte sich Kathrin Meß im Landtag ab dem 13. März insbesondere auch für die Gesundheitspolitik einsetzen.

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